Am Mittwoch haben wir mittags das Holocaust-Mahnmal besucht. Wir haben uns zuerst das Mahnmal selbst angeschaut und sehr viele Dinge über die Architektur, Gestaltung und Bedeutung des Mahnmals gelernt. Betont wurde dabei besonders, dass das Mahnmal keine genau definierte Bedeutung hat, sondern jeder Besucher die Möglichkeit haben sollte, sich eine eigene Meinung und Interpretation bilden zu können. So erinnert das Mahnmal zum einen an einen Friedhof, was von besonderer Bedeutung ist, weil die ermordeten Juden keinen Friedhof haben. Zum anderen kann man Ähnlichkeiten zu den Baracken des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau feststellen.
Das Mahnmal soll zum Nachdenken anregen und für den Architekten (Peter Eisenmann) spielt die individuelle Erfahrung die wichtigste Rolle. Wir durften dann einmal durch das Mahnmal gehen und als wir wieder zurückkamen, waren die Eindrücke der Schüler sehr unterschiedlich; einige sprachen von Orientierungslosigkeit, während andere sich klein und bedrängt fühlten.
Besonders interessant fanden wir, dass bewusst jüdische Symbole weggelassen wurden, um die Geschichte des Judentums nicht mit dem Holocaust gleichzusetzen.
Anschließend waren wir noch in der Ausstellung, die sich unterhalb des Mahnmals befindet. Die Ausstellung erklärt zunächst den Verlauf und die Entwicklung des Holocausts. Im nächsten Raum findet man Briefe und Tagebucheinträge mit den letzten Worten einiger Opfer. Danach werden die Biographien einzelner Personen sowie die Geschichte von 15 Familien aus ganz Europa vorgestellt. Im letzten Raum geht es dann um die vielen verschiedenen Orte, an denen der Holocaust stattgefunden hat.Uns hat an dieser Ausstellung besonders gut gefallen, dass so viel Wert auf die Geschichte von Individuen gelegt wurde, weil man so daran erinnert wurde, dass hinter der unfassbaren Zahl von sechs Millionen ermordeter Juden sechs Millionen Schicksale stehen.
Anna Dunz und Nele Schrade
