„Darum rufen wir euch zu: Lasst euch euren freien Willen, das Kostbarste, was ihr besitzt, nicht nehmen!"
Dieser Aufruf stammt von dem 16-jährigen Hamburger Widerstandskämpfer Helmuth Hübener, der ein Gegner des NS-Regimes war. Ihn und viele weitere Widerstandskämpfer konnten wir am 24.09.2025 in der Gedenkstätte des Deutschen Widerstands kennenlernen.
Im Museum bekamen wir eine rund 1,5-stündige Führung, in der wir uns vor allem mit dem Widerstand aus der Jugend beschäftigten, zum Beispiel mit Otto und Elise Hampel, Johann Wilhelm Trollmann, Helmuth Hübener und der Swing-Jugend.
Außerdem beschäftigten wir uns auch mit den bekannten Widerständlern, also mit Georg Elser, der ein Attentat auf Hitler verübte, und mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der zusammen mit Verbündeten in der heutigen Gedenkstätte des Deutschen Widerstands den Staatsstreich auf Hitler plante. In der NS-Zeit war das Gebäude der Sitz des Allgemeinen Heeresamts, seit 1993 ist es der zweite Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung, das mit der Gedenkstätte auf seinem Gelände zeigen will, dass die Bundeswehr sich heute in der Tradition des Widerstands gegen den Nationalsozialismus sieht.
Immer wieder schauten wir uns dabei an, was mit den Menschen nach der NS-Zeit passierte. Hierbei war es erschreckend zu sehen, dass Richter, die Widerständler zum Tode verurteilt hatten, später oft nicht bestraft wurden, und dass einige Widerstandskämpfer nicht die Anerkennung bekamen, die sie verdient hätten.
Insgesamt hat die Ausstellung gezeigt, dass jeder Mensch Widerstand leisten kann und man nicht die Augen verschließen darf, was vor allem in der heutigen Lage sehr wichtig ist.
Lina Klein und Paula Endrich
