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Jan Geyer

In der naturwissenschaftlichen Forschung kommt man am Englischen nicht vorbei. Es ist der Schlüssel zu einer unglaublichen Menge an Wissen. Gleichzeitig ist die potentielle Leserschaft wissenschaftlicher Arbeiten viel größer, sind die Publikationsmöglichkeiten ungleich vielfältiger, wenn auf Englisch geschrieben wird.

Kurzprofil

Name: Jan Geyer

Abi: 2009

Beruf/ Ausbildung: Master Forstwirtschaft

1.     Welchen beruflichen Werdegang habe ich eingeschlagen?

Ich habe in Freiburg und in Kanada „Waldwirtschaft und Umwelt“ studiert, zurück in Freiburg studiere ich momentan im Master Forstwissenschaften.

Neben dem Studium arbeite ich als Tutor für Internationale Studierende an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und gestalte hin und wieder kleine Lehreinheiten mit forstlichem Bezug für deutsch- und englischsprachige Studenten. Außerdem beschäftige ich mich in einem Jahrringlabor mit der Frage, welche Informationen anhand von Jahrringen von Bäumen über die Bedingungen unter denen diese gewachsen sind, ermittelt werden können. Dieser Forschungsbereich nennt sich Dendroökologie.

2.     Inwiefern hat mich der bilinguale Zug am Mörike dabei geprägt oder unterstützt?

Die Englischkenntnisse, die ich am Mörike erworben habe, insbesondere die Anwendung der Sprache in den Fächern Geographie, Biologie und Geschichte, haben es mir ganz wesentlich erleichtert mich auf Englisch zu verständigen, vor allem aber zu einem leichten Zugang zur englischsprachigen Literatur verholfen.

Besonders während der Kursstufe, im Biologieunterricht bei Herrn Jarosch, wurde intensiv mit zum Teil anspruchsvollen englischsprachigen Quellen gearbeitet. Herr Jarosch hat uns damals wie selbstverständlich wissenschaftliche Artikel auf Englisch als Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. Während meines Studiums in Kanada habe ich mich nie davon abgeschreckt gefühlt, dass Kommunikation jeglicher Art nicht in meiner Muttersprache stattfand. Ich bin der Meinung, wissenschaftliche Texte sind auf Englisch häufig leichter zu erfassen als auf Deutsch. Das liegt wohl an der Sprache selbst, aber auch am Stil, der Muttersprachlern im angelsächsischen Sprachraum in den Naturwissenschaften häufig eigen ist.

Meine Nebenjobs an der Uni haben mich an vielen interessanten Projekten teilhaben lassen, Grundvoraussetzung waren fast immer gute Englischkenntnisse. So durfte ich zum Beispiel eine Fortbildung für die Forstverwaltung in Mulan, China durchführen.

In der naturwissenschaftlichen Forschung kommt man am Englischen nicht vorbei. Es ist der Schlüssel zu einer unglaublichen Menge an Wissen. Gleichzeitig ist die potentielle Leserschaft wissenschaftlicher Arbeiten viel größer, sind die Publikationsmöglichkeiten ungleich vielfältiger, wenn auf Englisch geschrieben wird.Meine Abschlussarbeit habe ich daher auf Englisch geschrieben.

3.     Würde ich den Zug anderen weiterempfehlen?

Auch wenn die Englischlehrer häufig anderer Meinung sind: Englisch ist vergleichsweise einfach zu lernen und dabei unwahrscheinlich nützlich, egal ob auf Reisen, in Studium und Ausbildung oder im Privaten. Der Mehraufwand bleibt dabei überschaubar. Ich empfehle den Zug jungen Menschen, die Spaß an Sprachen haben und gerne bereits an der Schule die englische Sprache intensiver kennen lernen möchten. Ich würde mich auf jeden Fall wieder dafür entscheiden.

 

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