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Hülya Erbil

Ich war selbst sehr überrascht, dass die Stunden, die man pro Woche mehr in seine Ausbildung in der englischen Sprache investiert, sich derart auszahlen.

Kurzprofil

Name: Hülya Erbil

Beruf: Jurastudentin an der Universität Heidelberg 

Abi 2012

1. Welchen beruflichen Werdegang habe ich eingeschlagen?

Ich studiere im 6. Semester Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Momentan befinde ich mich mitten in meinem Auslandsjahr am King's College in London. Nach meinem Abitur war mir zwar klar, dass ich sehr gerne ohne große Unterbrechung studieren will, jedoch war ich mir bezüglich meines Studienfachs nicht ganz sicher.Mein Interessenschwerpunkt lag vor allem in Gemeinschaftskunde (mit seinem Schwerpunkt auf politischen Themen), Geschichte und Ethik. Da ich sehr gerne ein Fach studieren wollte, dass alle diese Themenbereiche vereint, ist Jura für mich persönlich eine sehr gute Wahl gewesen. Bis jetzt genieße ich mein Studienfach sehr. Nach meinem ersten Staatsexamen könnte ich mir sehr gut vorstellen, einen L.L.M. (Master in Rechtswissenschaften oftmals im englischsprachigen Ausland) oder aber eine Promotion zu absolvieren. Hinsichtlich eines L.L.M.s ist die englische Sprache von wesentlicher Bedeutung.

 2. Inwiefern hat mich der bilinguale Zug am Mörike dabei geprägt oder unterstützt?

Der Studiengang Rechtswissenschaften ist sehr vom nationalen Recht geprägt: Dabei muss beachtet werden, dass der Fokus sehr auf der deutschen Sprache liegt. Die englische Sprache wird im Jurastudium im Vergleich zu anderen Studiengängen nicht so häufig gebraucht. Dennoch gab es viele Momente in meinem Studium, in denen ich sehr von meinem bilingualen Hintergrund profitiert habe. Insbesondere in meinem Schwerpunktbereichsstudium Völkerrecht, in dem viele Rechtsquellen auf Englisch verfasst sind, wurde mir klar, welchen sprachlichen Vorteil ich im Vergleich zu anderen Studierenden genieße. Des Weiteren profitiere ich im Moment wesentlich von meinem bilingualen Unterricht. Gerade am Anfang meines Auslandsjahres am King's College in London habe ich mich sowohl in Alltagssituationen als auch an der Universität sprachlich viel gewandter ausdrücken können als andere deutsche Studierende. Ich war selbst sehr überrascht, dass die Stunden, die man pro Woche mehr in seine Ausbildung in der englischen Sprache investiert, sich derart auszahlen.

3. Würdet ihr den Zug anderen weiterempfehlen? 

Den bilingualen Zug kann ich daher nur weiterempfehlen: Heutzutage ist das Beherrschen der englische Sprache im Arbeitsleben fast schon eine Selbstverständlichkeit. Bereits aus diesem Grund ist es aus meiner Sicht eine große Bereicherung, frühzeitig in Fächern wie Geschichte, Biologie und Erdkunde auf Englisch unterrichtet zu werden. Ich habe in meiner Zeit aus dem bilingualen Unterricht persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte den Eindruck, dass der bilinguale Unterricht mir erheblich geholfen hat, sicherer im Umgang mit der englischen Sprache zu werden. Einen großen Vorteil sehe ich darin, im Unterricht die Chance zu bekommen, die englische Sprache auszuprobieren (anders als im reinen Englischunterricht) und dabei spontan auf Englisch kommunizieren zu können. Natürlich hat man durch den bilingualen Zug als Schülerin und Schüler mehr Stunden in der Woche. Dabei muss aber klar gesagt werden, dass sich dieser Mehraufwand auf jeden Fall lohnt. Rückblickend würde ich keinesfalls meine bilinguale Bildung missen wollen. Ich kann den bilingualen Zug also nur wärmstens weiterempfehlen. 

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