Mörike-Gymnasium Esslingen - Artikel nach Datum gefiltert: Oktober 2019

SWR-Workshop „Fake News auf der Spur“

Am 16. Oktober 2019 besuchten zwei Mitarbeiter der Medienbranche die Klassen 10b und 10d: Axel Graser, Südwestrundfunk-Redakteur und Leiter des SWR-Studios Stuttgart, sowie Robert Rymeš, Medienpädagoge am Stadtmedienzentrum Stuttgart. Sie begrüßten uns und stellten sich sowie ihre Aufgaben und Arbeitsbereiche detailliert vor.

Der Schwerpunkt des Workshops waren sogenannte Fake News und ihr Einfluss auf den heutigen Journalismus. Zuerst wurde uns der Begriff „Fake News“ erklärt. Er ist zwar aktuell in den Nachrichten unser stetiger Begleiter und jeder kann sich ungefähr etwas darunter vorstellen, doch wie genau er sich definiert und welche Absichten dahinter stecken können, war uns nicht allen bewusst. Nachdem uns die Referenten die verschiedensten Arten der Falschnachrichten dargelegt hatten, mussten wir anhand verschiedener Beispiele erkennen, ob es sich um Fake News oder wahre Geschehnisse handelte, was auf den zweiten Blick dem einen oder anderen doch mehr an Überlegung abverlangte.

Anschließend durften wir mit Hilfe einer Internetseite unsere eigenen Fake News in Form von Artikeln (welche natürlich nicht veröffentlicht wurden) erstellen. Eine Aufgabe, die zu überraschend lustigen Ergebnissen führte und uns noch einmal zeigte, wie Fake News funktionieren.

 

Tabea Sen, Klasse 10b

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Ein Zeitzeuge am Mörike - Mike Michelus über sein Leben in der DDR

In der elften Klasse wird bei uns an der Schule das Seminarfach angeboten, in dessen Rahmen alle Teilnehmer*innen eine Seminararbeit schreiben werden. Der diesjährige Seminarkurs steht unter dem Motto „30 Jahre Deutsche Einheit“. Er befasst sich mit dem 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls, seinen Ursachen und Folgen.

Um Nähe zu der für uns fremden Zeit herzustellen, hat unser Lehrer, Herr Hartlieb, einen Zeitzeugen zu uns an die Schule eingeladen: Mike Michelus.

Dieser wuchs in Ost-Berlin auf und beschreibt seine Kindheit als glücklich und ‚normal‘. In seiner Schulzeit baute er enge Beziehungen zu seinen Lehrer*innen auf und wurde durch diese zu einem staatstreuen jungen Menschen erzogen. Doch was bedeutet das eigentlich?

In der DDR herrschte damals ein sozialistisches Einparteiensystem. Es gab mehrere Untergruppierungen, doch diese waren letztlich alle der Regierungspartei, der SED, untergeordnet. Die Ideale dieser einen Partei wurden in der Schule gelehrt und es wurde von den Schüler*innen erwartet, diese anzunehmen. So ging es auch Mike Michelus. Er bezeichnete sich als Kommunist, bevor er überhaupt wusste, was das bedeutet.

Später begann Michelus das System aufgrund von mehreren Ereignissen während seiner Schulzeit zu hinterfragen und den für ihn vorherbestimmten Weg zu verlassen. Denn als Gymnasiast und ‚Agitator‘ hatte er in der DDR ein hohes Privileg inne. Für ihn war ein akademischer Werdegang vorgesehen, doch am Ende der elften Klasse brach er diesen ab.

Darauf folgte ein Einstieg in die Punk-Szene und eine wachsende Distanzierung vom Staat. Er lebte mit verschiedenen Freunden zusammen, unter anderem mit Jenni. Diese plante, durch eine friedliche Protestaktion verhaftet zu werden, um als Häftling aus der DDR freigekauft zu werden. Mike Michelus begleitete sie bei der Aktion, nicht wissend, dass gegen ihn schon ein Haftbefehl vorlag. Kurzerhand entschied er, sich an Jennis Vorhaben zu beteiligen: Sie setzten sich, schweigend und die Gesichter kalkweiß geschminkt, mitten auf den Berliner Alexanderplatz und hielten die SED-Zeitung Neues Deutschland in die Höhe.

Das genügte schon – die beiden wurden verhaftet. Der fadenscheinige Grund dafür war die angebliche „Beeinträchtigung staatlicher Organe“. Es folgten Verurteilung und einige Monate Haft, bevor Mike Michelus einen Antrag auf Freikauf von der BRD stellte, der schließlich auch Erfolg hatte.

Somit lebt er seit 1989, also kurz vor dem Fall der Mauer, in West-Deutschland.

Seit einigen Jahren arbeitet Mike Michelus als professioneller Zeitzeuge, weil es ihm ein Anliegen ist, über die Vergangenheit aufzuklären und die Bedeutung einer funktionierenden Demokratie zu verdeutlichen. Er legt es uns allen ans Herz, uns für diese einzusetzen und uns in die Politik einzumischen, solange wir es können, denn unser Staat sei wie eine Blume, um die man sich jeden Tag ein bisschen kümmern müsse.

Die gesamte Gruppe, die diesem Vortrag zuhören durfte, empfand ihn als große Bereicherung. Mit viel Anschauungsmaterial und Akten, die er aus dieser Zeit mitbrachte, gelang es Mike Michelus, uns seine Erlebnisse ebenso spannend wie anschaulich und schülerfreundlich nahezubringen.

 

Elena Kolaric und Julia Stelzer, KS1

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Mörike Gymnasium erneut als "MINT-freundliche Schule" geehrt

[11.10.2019] Alle drei Jahre muss die MINT-freundliche Schule-Auszeichnung der Initiative MINT Zukunft schaffen erneuert werden. In diesem Jahr gehörte das Mörike Gymnasium Esslingen zusammen mit dem Georgii- und Schelztorgymnasium zu den insgesamt 121 ausgezeichneten Schulen. Ort der feierlichen Übergabe der Zertifikate war am 11. Oktober 2019 das Verbandsgebäude der Arbeitgeber Baden-Württemberg in Stuttgart.

Um nach drei Jahren erneut ausgezeichnet zu werden, ist eine Weiterentwicklung und Schärfung des MINT-Profils Voraussetzung. Dies wurde am Mörike-Gymnasium dadurch erreicht, dass die ursprünglich dreijährige Unterstufen-MINT-AG im dritten Jahr auf eine reine Robotik-AG für alle Schüler*innen ab der Klassenstufe 7 geöffnet wurde. In dieser AG findet eine Vorbereitung für Robotik-Wettbewerbe, wie z.B. das Roborace der Universität Stuttgart, statt.

Des Weiteren wurde im letzten Jahr das neue Wahlfach IMP (Informatik-Mathematik-Physik) am Mörike-Gymnasium eingeführt, womit Schüler*innen nun die Möglichkeit haben, Informatik ab der 7. Klassenstufe bis zum Abitur durchgehend zu belegen. Eine jährliche Teilnahme am Informatik-Biber-Wettbewerb gehört für alle Informatikschüler*innen dazu

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