Mörike-Gymnasium Esslingen - Artikel nach Datum gefiltert: Juli 2018

Französisch-Projekte am Tablet

Stationenlernen mit dem iPad in Französisch Kl. 6 (erstes Lernjahr)

Paris und seine Sehenswürdigkeiten war Thema der letzten Lektion im Französischunterricht der Klasse 6a. Mal ganz anders erarbeiteten sich die Schüler/innen verschiedene Themen dieser tollen Stadt selbst mit Hilfe von Tablets. Das Stadtmedienzentrum Stuttgart stellte hierfür iPads aus dem Verleih zur Verfügung. Vorbereitet waren kurze vertonte Videoclips. Ausgerüstet mit Ohrhörern konnten sich die Schüler/innen sowohl die neuen Texte als auch das neue Vokabular und die Grammatik in kurzen Filmen und Erklärvideos anschauen bzw. anhören und daraufhin die Aufgaben im Buch und Arbeitsheft bearbeiten.

Als Transferaufgabe erstellten die Schüler/innen ein Medienprodukt mit dem Tablet. Es ging darum, mit der App „Spark Video“ diverse Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt vorzustellen. Dazu mussten zunächst Informationen gesammelt und kurze, einfache Texte verfasst werden, die dann mit der Aufnahmefunktion der App eingesprochen wurden. Die App setzt dann die einzelnen Sequenzen zu einem kurzen Video zusammen, das zusätzlich noch mit einer passenden Musik unterlegt werden konnte.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Schüler/innen einen hohen qualitativen Anspruch an ihr Medienprodukt entwickelten, insbesondere mit Blick auf die eingesprochenen Textbausteine, da sie diese selbst hören und die Aussprache kontrollieren konnten. Die Schüler/innen erkannten selbst, dass Textbausteine wiederholt produziert werden mussten. Die App lässt sich dafür sehr einfach und ohne zeitaufwändige technische Erläuterungen bedienen.

 

Die Erfahrung dieser Umsetzungsvariante zeigte besonders eindrucksvoll, wie mit Tablets und geeigneten Apps selbständig und niveaudifferenziert gearbeitet werden kann. Es zeigte sich deutlich, dass das Lernen mit Tablets den Schüler/innen Spaß macht und ihre Motivation fördert.

 

ebook-Projekt Französisch Kl.8

Thema der letzten 3 Wochen im Französisch-Unterricht der Klassen 8abcd war ein kollaboratives ebook-Projekt. In Anlehnung an unité 5 des Lehrbuchs erstellten die Schüler/innen ein interaktives Quiz zu einem frankophonen Land ihrer Wahl, z.B. Senegal, Kanada, Madagaskar, etc.

In einer Mindmap entwickelte die Klasse die inhaltliche Gliederung des geplanten eBooks. Die entsprechenden Informationen zu beispielsweise Kultur, Geschichte, Natur, etc. des jeweiligen Landes sollten als Hausaufgabe arbeitsteilig recherchiert werden. Im Unterricht erarbeiteten die Schüler/innen aus den gesammelten Informationen kurze, informative Texte und Multiple-Choice-Fragen mit Lösungen.

In 3er-Gruppen produzierten die Schüler/innen im Unterricht ihr jeweiliges ebook. Eingesetzt wurden iPads des Stadtmedienzentrums Stuttgart und die App „Book Creator“. Dank einer mobilen WLan-Lösung konnten die Schüler/innen im Klassenzimmer auf das Internet zugreifen, weitere Recherchen durchführen und online-Wörterbücher nutzen. Über die Aufnahmefunktion der App „Book Creator“ wurden Texte eingesprochen und zusätzlich Fotos, Videos und Textbausteine eingefügt.

In der letzten Stunde wurden die einzelnen ebooks auf den Schülergeräten in Sekundenschnelle per „Airdrop“ auf das Lehrergerät überspielt und zu einem gemeinsamen ebook zusammengefügt. Dieses multimediale eBook wurde dann wieder den einzelnen Gruppen zur Verfügung gestellt. Jede Gruppe konnte auf ihrem iPad - ohne langatmige Präsentationsphase - die Ergebnisse der anderen Gruppen betrachten, anhören und anhand eines Bewertungsbogens evaluieren.

Und so fanden das die Schüler/innen:

„Das Erstellen des e-books war spannend, denn mit solchen Medien haben wir noch nie gearbeitet und obwohl es sehr neu für uns war, hat es gut geklappt und wir hatten vorzeigbare Ergebnisse parat.“

„Es hat uns sehr viel Spaß gemacht selbstständig zu arbeiten und dann nicht nur mit Arbeitsblättern, sondern auch mit iPads und im Internet.“

„Das Arbeiten mit dem iPad hat einiges erleichtert und war auch sehr interessant, da man alles auf dem iPad neu entdecken konnte. Man lernt den Umgang mit Medien und lernt viel über das Arbeiten mit technischen Geräten.“

 „Es hat uns sehr Spaß gemacht und es hat uns gleichzeitig im Lernstoff vorangebracht, da wir gelernt haben längere Texte zu schreiben und an unserer Aussprache zu arbeiten.“

[A. Rotter]

Foto: Beispielseite e-boook, Klasse 8

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"Schule ohne Rassismus" - Wandmal-Aktion

[18.7.2018] Endlich ist es so weit: Unsere Wand für die „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage-Aktion“ wurde gestrichen.

Nach dem im Schuljahr 2016/17 die Wand schon mit weißer Farbe grundiert wurde, wurden diesmal schöne Motive geschaffen. Mithilfe vieler Schüler aus der 9, 10, KS1 und sogar aus der KS2, wurde die Wand an dem schönen Sommernachmittag gestrichen.

Zwei Motive kamen auf zwei der drei Wände zustande. Auf der ersten Wand wurden viele bunte Männchen, die die Vielfalt unserer Schule darstellen soll, aufgemalt. Auf der mittleren und zweiten Wand wurde in verschiedenen Farben „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ gepinselt. Auf der dritten und letzten Wand kam eine schöne Pusteblume in Grau zustande, von der einzelne Pappus der Blüte in vielen Farben wegfliegen. Das soll darstellen, dass alle Menschen im Inneren und im Kern gleich sind und von außen hin ihre Vielfalt zeigen.

Das Projekt hat allen Beteiligten Spaß gemacht. Ein großer Dank geht an Herrn Kossack, der uns unterstützt hat, und an den Elternbeirat, der uns das Geld für die Materialien zu Verfügung gestellt hat.

Wir hoffen auf weitere tolle Projekte und viel Spaß!

[Ilma Maloku KS1 für die SMV]

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Lyriklesung mit José F. A. Oliver

[18.7.2018] Die Schülerinnen und Schüler der KS I, die sich in den letzten Wochen im Deutschunterricht mit dem Abithema Naturlyrik beschäftigt haben, hatten am Mittwoch die Möglichkeit zu erfahren, wie ein Dichter arbeitet, was ihn antreibt und was ihn an Gedichten bewegt.

„Wer von euch liest in seiner Freizeit Gedichte?“ – Schweigen in H5.02 am Mittwochmorgen. Bei der zweiten Frage, die sich nach dem Gegenteil erkundigt, gehen hingegen die meisten Finger hoch. José Oliver, vielfach ausgezeichneter Lyriker spanischer Herkunft, fragt nach den Gründen. Die Antwort eines Schülers, „weil man sie nicht versteht“, nimmt er zum Anlass, den Schüler*innen den rein analytischen Blick auf Gedichte zu nehmen. „Ich schreibe nur über das, was ich nicht begreife. Es geht in Gedichten nicht um wahr oder falsch, die Stimmigkeit ist entscheidend.“ Wie ein Musikstück soll auch ein Gedicht gehört und gespürt werden.

Schon in den ersten Minuten der Lesung mit José Oliver wird somit die Frage nach Henne oder Ei, die Frage, ob zuerst der Trochäus da ist oder der Inhalt, beantwortet. Ein Gedicht ist kein rationales Konstrukt, das Metrum oder Stilmittel zum Ausgangspunkt hat. In Olivers Fall beginnt ein Gedicht mit einer Notiz über etwas, das ihn beschäftigt. Am Vorabend der Lesung im Esslinger Juli sei es der Gedanke an den Sommer gewesen. Die Vorstellung, dass wir gerade den ersten Sommer erleben, der zugleich auch der letzte ist. Ob diese Notiz im Laufe der Zeit zu einem Notat reifen, sprachlich verdichtet und schließlich zu einem Gedicht werden wird, weiß Oliver noch nicht und hält die vier Stationen des Schreibens an der Tafel fest.

Und selbst wenn: Es gebe keine endgültige, definitive Fassung eines Gedichts, wie er in Anlehnung an den mexikanischen Schriftsteller Octavio Paz anmerkt. Vielleicht ist ein Gedicht ja der Entwurf für ein Gedicht, das noch gar nicht geschrieben wurde. Gedichte brauchen Zeit – „literarische Ruhezeit“ nennt Oliver das. Sein aktueller Lyrikband „wundgewähr“ enthält Gedichte, deren Entstehungszeiten sich teilweise über ein Jahrzehnt erstrecken.

Er beschreibt das Dichter-Sein als eine Seins-Form, etwas, das man sich nicht aussuche, sondern sei. Entscheiden könne man lediglich, ob man aus der Berufung auch einen Beruf mache.

„Ein Dichter beschreibt nicht die Schönheit der Rose, er lässt sie in seinem Gedicht erblühen“. Im Gegensatz zu einem Roman erkläre Lyrik nicht. Das sei es, was ihn an Gedichten fasziniere, antwortet Oliver auf die Frage eine Schülerin. Er zitiert Antonio Machado, einen spanischen Lyriker: „Ich weiß nicht, bist du der Durst oder das Wasser auf meinem Weg“. In diesen wenigen Worten sei alles über die Liebe gesagt, ohne etwas zu erklären. Auch auf den Blickwinkel des Lesers komme es an. Eine Finnin lese diese Zeilen sicherlich ganz anders als ein Beduine.

José Oliver trägt zwischen seinen Ausführungen eigene Gedichte vor. Er gewährt den Zuhörern Einlass in seine Gedanken während der Entstehung der Texte, erläutert die Entscheidung für eine bestimmte Formatierung bei der Publikation und erklärt, warum er das eine Gedicht viel schneller vorliest als das andere. Exklusive Einblicke, die den Schüler*innen vielleicht einen neuen Zugang zu Lyrik – auch im Unterricht – ermöglichen. Am Ende steht der Text aber für sich.

[E. Scholz]

Foto: Archiv des Autors
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Exkursion nach Dachau

[17.7.2018] Nachdem wir uns im Geschichtsunterricht ausführlich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt hatten, machten sich am 17.7. die Klassen 9a und 9b, begleitet von Frau Stümpfle, Herrn Reich, Frau Poerting und Frau Hierse auf den Weg nach Dachau. Der Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers sollte  uns begreifbarer machen, worüber wir vorher  im Unterricht gesprochen hatten. Eigentlich ging es aber darum zu sehen, wie schnell sich ein freiheitlicher Staat verwandeln kann, wenn man akzeptiert, dass das Recht auf Würde einem Teil der Gesellschaft abgesprochen wird, und was das bedeuten kann.

Für uns machte das Gelände auf den ersten Blick eher den Eindruck einer weitläufigen Parkanlage: wir fuhren an einem strahlenden Sommertag kurz vor den Ferien durch die bayrische Landschaft und kamen nach einem Mittagessen gut erholt an den Pforten des ehemaligen KZs an. Hier trafen wir unsere beiden Führerinnen vom Verein für Internationale Jugendbegegnung, die für uns stückweise die düstere  Vergangenheit hinter den sonnenbeschienen Bäumen und Kiesanlagen sichtbar machten. Bereits beim ersten Anblick des riesigen Appellplatzes wurde den meisten schnell klar, dass die Wirklichkeit die vorgestellten Dimensionen um einiges übertraf. Dort erschien auch die strahlende Sonne auf einmal bedrohlicher, als uns bewusst gemacht wurde – während wir vorsorglich in der Mittagsglut immer von Schattenstelle zu Schattenstelle geführt wurden – dass allein das Stehen auf diesem riesigen Platz bei jedem Wetter schon eine kaum erträgliche Belastung sein konnte. Die Vorstellung von stundenlangem Stehen unter diesen Bedingungen erweckte eine erste Ahnung von der Bedeutung des Lebens im KZ Dachau.

In den folgenden 2-3 Stunden gelang ein vertiefter Einblick in Lagerleben und Lebensbedingungen, wobei uns unsere Führungen anschaulich, aber behutsam und persönlich begleiteten. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an den Verein der Freunde des Mörike-Gymnasiums, der die Kosten beider Führungen komplett übernommen hat. Wenn man so deutlich wie hier sehen konnte, wohin die Aberkennung der Menschenwürde führen kann, wird man sicherlich sensibler gegenüber aktuellen Anzeichen und Tendenzen, einigen Menschen diese Grundrechte absprechen  zu wollen.

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Sommerkonzert

[16.7.2018] Es ist ein fester Termin im Mörike-Kalender, der jedes Jahr wieder kurz vor den Sommerferien für eine volle EMMA sorgt: das Mörike-Sommerkonzert. Dabei präsentierte sich das Musikleben der Schule in diesem Jahr besonders vielfältig: Zunächst führten die Klassen 5b und c ihre Klassenhits auf der Mundharmonika auf – seit vielen Jahren das traditionelle Klasseninstrument und so etwas wie das „Markenzeichen“ des Mörike. Es folgten verschiedene Darbietungen des Unterstufenchors – darunter ein Udo Jürgens- und ein ABBA-Medley – unter Leitung von Frau Dürr und der Solo-Gesangsauftritt von Josephine Lind (5a), mit dem sie in Kürze im „Tigerentenclub“ des SWR zu sehen sein wird.

Nach einem Intermezzo mit Melodien auf den Keyboards, die seit kurzem das Angebot im Musikunterricht ergänzen und mit Hilfe des Vereins der Freunde angeschafft werden konnten, folgte der Chor der älteren Schüler, geleitet und an der Gitarre begleitet von Herrn Zech. Nach der Pause eröffnete ein Duo aus Maria Mavromati und Dennis Strohmaier mit zwei Popsongs, bevor die KS2-Band – nach einer wegen eines defekten Instruments kurzfristig erzwungenen Umbaupause, die das Publikum aber dank der charmanten Kommentierung durch die Musiker gerne erduldete – mit drei Liedern übernahm.

Der letzte Teil des Konzerts gehörte dann – auch dies schon traditionell – dem Mörike-Orchester unter Leitung von Frau Brenneisen, das sich wie auch der Chor in diesem wie in den vergangenen  Jahren mit einem vom Verein der Freunde und dem Elternbeirat großzügig finanziell unterstützten Probeaufenthalt an der Musikakademie Weikersheim auf das Konzert vorbereitet hatte. Das inzwischen auf eine stattliche Größe und gute Besetzung in allen Instrumentengruppen angewachsene Ensemble stieg ein mit zwei Sätzen aus Händels Wassermusik und schloss den Abend dann mit drei Standards der Popliteratur: Smoke on the Water, einem Medley aus einigen der zahlreichen Hits der Band Coldplay und schließlich dem ABBA-Ohrwurm Thank you for the Music. Letzteres intonierten die Musiker sogar zweimal, hatte ihr konzentriertes, ebenso harmonisches wie dynamisches Musizieren doch dafür gesorgt, dass das Publikum trotz inzwischen vorgerückter Stunde eine Zugabe verlangte.

So blieb Schulleiterin Gerade Eller bei ihrem Dank an die Musikkollegen, vor allen Dingen aber an die unzähligen aktiven Schülerinnen und Schüler des Abends, darunter nicht zuletzt Alexander Halm (7c), der die Technik betreut hat, nur, sich dem gesetzten Motto anzuschließen: „Thank you for the Music“!

[K. Roth]

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Aufklärung tut not!

[12.7.2018] Im Rahmen der Lektüre von Lessings „Emilia Galotti“ durfte die Klasse 10a an einer ganz besonderen Art von Führung durch das Ludwigsburger Schloss teilnehmen. Ein Schauspieler schlüpfte in die Rolle des Baron von Bühler und nahm die Schülerinnen und Schüler mit ins Jahr 1788.

Die Spielidee: Fürst Carl Eugen feiert bald Geburtstag und hat eine kleine Gruppe Gäste eingeladen, die nicht von adeligem Stand sind, nämlich die Besucher aus der 10a. Im „Württembergischen Obrigkeitston“ führte ihre Exzellenz Baron von Bühler die Schülerinnen und Schüler aus bürgerlichem Hause durch die Räumlichkeiten des Fürsten, um ihnen vordergründig einen Crashkurs in höfischer Etikette teilwerden zu lassen, aber hintergründig einen Einblick in das absolutistische Hofleben zu geben und zu zeigen, wie groß die hierarchische Distanz zwischen Adel und Bürgertum waren, wie ausgeliefert der gemeine Bürger der Willkür der Herrschenden war .

In Lessings „Emilia Galotti“ sind Anzeichen eines Zeitenumbruchs zu erkennen. Die Ideen der Aufklärung manifestieren sich in einem Bürgertum, das sich von den adligen Vorbildern emanzipiert und selbst über sein Schicksal bestimmen möchte. Durch Baron von Bühler konnten die Schülerinnen erahnen, in welchen Spannungsverhältnissen die Dramenfiguren agieren und weshalb der Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit im 18. Jahrhundert  immer lauter wurde.

Im 21. Jahrhundert sind die Früchte der Aufklärung so selbstverständlich geworden, dass es beizeiten einen Baron von Bühler braucht,  um die Distanz zu literarische Figuren zu verringern und den Wert  dieser Früchte zu erkennen.

A. Fischer 

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Wirtschaftskurs am Zentrum für Managementsimulation

[12.7.2018] Einmal der Chef sein und ein Unternehmen für Sportartikel leiten – in dieser  Rolle konnte sich der Wirtschaftskurs der KS1 mit Herrn Hobbing für einen Tag versuchen. Mehr Werbung machen oder in bessere Produkte investieren? Passt der Preis zu meiner Marketingstrategie? Wer kauft ein Snowboard im Sommer? Und wieviel Verlust man doch in einem einzigen Quartal anhäufen kann... Da die Zwischenstände mit einer erfahrenen Dozentin besprochen wurden, konnte am Ende jedes Team mit einem Gewinn abschließen. Manche Kontostände ließen auf (bisher unentdeckte?) Talente schließen. Vielleicht ein Hinweis für die Pläne nach dem Abitur? Auf alle Fälle haben wir in Stuttgart schon einmal Räumlichkeiten getestet, in denen sich sonst die die Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg den Kopf zerbrechen. 

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Känguru-Wettbewerb mit 157 Mörikanern

[11.7.2018] Spaß am Rätseln?

Eine Fahrt mit der S-Bahn von Endhaltestelle zu Endhaltestelle dauert 50 Minuten. Die Bahnen fahren von beiden Seiten beginnend ab 5:00 Uhr im Zehn-Minuten-Takt ab. Du steigst um 10:00 Uhr an einer Endstelle in eine S-Bahn und fährst bis zur anderen Endstelle. Wie vielen S-Bahnen begegnet dein Zug dann? Zähle dabei die Züge mit, denen man bei der Abfahrt und Ankunft begegnen.

157 Schülerinnen und Schüler waren in diesem Jahr beim Känguru-Wettbewerb angemeldet und konnten ihre Freude an der Mathematik vertiefen. Sie freuen sich alle über die Urkunde und ein tolles Spiel. Besonders freuten sich die speziellen Preisträger des Wettbewerbs. 

Ganz besonders gut kam dieses Jahr der Preis des internen Klassenwettbewerbs an: die offiziellen Fußbälle der diesjährigen WM.

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Mediatoren-Ausbildung

[9./10.7.2018] Wie entstehen Konflikte? Was sind die Eigenschaften eines Mediators? Und wie kann man einen Konflikt effektiv lösen? Dies waren Fragen, die bei der Mediatoren-Ausbildung vom 09.07. bis zum 10.07. geklärt wurden.

Wir, 22 Schülerinnen und Schüler aus den 8. und 9. Klassen, starteten unsere eineinhalbtägige Ausbildung, die von Frau Scholz und Frau Mandler geleitet wurde, am Montag den 09.07.2018. Nachdem wir mit dem Bus in Schanbach angekommen waren, gab es noch ein Stück zu laufen bis zum Naturfreundehaus Strümpfelbach, in dem wir die nächsten 24 Stunden verbringen würden. Nach der Ankunft wurde uns das Programm vorgestellt und es gab das erste Kennenlernen. Nach einem kleinen Spiel hatten wir eine Pause, in der wir unsere Zimmer beziehen durften.

Schließlich begann das Programm damit, dass wir in kleinen Gruppen verschiedene Übungen zum Thema Konflikte und ihre Entstehung bzw. Eigenschaften eines Mediators durchgeführt haben, die von erfahrenen Mediatoren aus der KS1 und KS2 geleitet wurden. Nach der Mittagspause, inklusive Mittagessen, gingen wir dann zu einem Feld, wo uns der Vorgang einer Mediation vorgestellt wurde. Dabei bekamen wir erste Einblicke, wie eine Mediation abläuft.

Zurück am Haus angekommen, durften wir auch schon unsere ersten Übungsmediationen durchführen. Dabei konnten wir unsere bisher erlernten Kenntnisse praktisch anwenden. Nachdem die Gruppen ihre Konflikte mehrmals gespielt hatten, musste jede Gruppe einen Konflikt vor der ganzen Klasse vorspielen, sodass man Verbesserungsvorschläge und Feedback von den Lehrern bzw. Schülern bekam.

Da das Wetter perfekt mitgespielt hat, hatten wir einen Grillabend geplant. Wir genossen bei sommerlichen Temperaturen die Aussicht und ließen während des Grillens am Lagerfeuer unseren Abend ausklingen.

Der nächste Tag startete etwas entspannter mit einem gemeinsamen Frühstück im Haus. Der nächste Programmpunkt bestand darin, noch die letzten Übungsmediationen anzuhören. Außerdem wurden noch offene Fragen beantwortet und Unklarheiten gelöst, bis es dann ans Packen ging. Schließlich wurde das Haus geputzt, sodass wir es sauber und ordentlich hinterlassen konnten. Diejenigen, die ihre Aufgaben erfüllt hatten, hatten nun Freizeit. Anschließend wanderten wir dann zu unserer Bushaltestelle und fuhren mit dem Bus zurück nach Esslingen.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir viele neue Kenntnisse zum Thema Mediation erworben haben. Da die Mediatoren-Ausbildung zusätzlich die Teilnahme an der Mediatoren-AG im nächsten Schuljahr beinhaltet, freuen wir uns darauf und hoffen auf das Vertrauen der jüngeren Schüler sich mit ihren Problemen und Konflikten an uns zu wenden.

Ein großer Dank gilt dem Verein der Freunde, der die Ausbildung großzügig unterstützt hat!

[Ayisha Tufail 8b]        

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Aussteigen oder einsteigen?

[7./8.7.2018| Elf Figuren in Schwarz schreiten über die Bühne, begleitet von einem monotonen Takt. Doch ihre Ausrufe lassen erkennen, dass sie sich vom Gleichschritt lösen wollen: „Etwas wirklich erleben“, „Endlich selbstständig sein“, „Sehnsucht nach Neuem“. Also: Weiter im Takt marschieren oder ausbrechen?

Mit dieser Frage befasste sich der Literatur- und Theaterkurs ein Schuljahr lang am Mörike-Gymnasium. Das Thema liegt für die OberstufenschülerInnen nahe, da sie sich am Ende ihrer Schulzeit stark mit Erwartungen von Eltern, Hochschulen und Arbeitsmarkt konfrontiert sehen.

Doch könnte der Schulabschluss nicht auch eine Möglichkeit sein, sich von diesen Erwartungen zu befreien und einen eigenen Weg einzuschlagen? Und, vielleicht noch schwieriger zu beantworten: Wie sähe dieser eigene Weg dann aus? In Auseinandersetzung mit verschiedenen Aussteigerbiographien entwickelten die SchülerInnen vier Figuren, die sich auf je spezifische Weise mit dem Gedanken auszusteigen beschäftigen. In 15 szenischen Bildern gestaltet das Schülerensemble den „Sweet Dream“ (so der Titel des selbstgeschriebenen Stücks) des Aussteigens, ohne dessen Widersprüche und Schattenseiten auszublenden. Beispielhaft sei die von Sophia Lutz gespielte Olivia genannt, die einen Medizinstudienplatz ausschlägt, um in Australien ihre familiären Wurzeln – und sich selbst – zu finden. Nach einem kurzen Hochgefühl der Freiheit muss sie feststellen, dass die freiwillig gewählte soziale Isolation in der australischen Wüste ihre Selbstfindung nicht befördern wird. Weniger den Weg des Aussteigens als den des Einsteigens in touristische Routinen wählen drei Figuren, die auf Mallorca einige rauschhafte Momente erleben. Ob sie dieses Erlebnis einem eigenen Lebensweg nähergebracht hat, bleibt offen. Am Ende steht wieder das metronomartige Ticken einer Uhr, das die AussteigerInnen unerbittlich an den strengen Takt der gesellschaftlichen Erwartungen erinnert. „Ich verspüre oft einen Wunsch“, flüstern die Figuren nun nur noch, merklich leiser geworden in ihrem Ausbruchsdrang. Das zunächst melancholische Schlussbild der jugendlichen Gipfelstürmer, das an die engen Spielräume für gelebten Eigensinn in einer weithin konformistischen Gesellschaft gemahnt, endet in einem energischen Ruf der Einzelnen an die Zuschauer: „Unterstützt mich doch!“, „Aussteigen ist gar nicht so schwer, wie ihr denkt!“ und „Wisst ihr was? Irgendwann bin ich einfach weg!“ Da ist sie wieder, die Ambivalenz zwischen Verzagtheit und Aufbruch, die das Stück durchzieht.

Die eigenständige Erarbeitung der Szenen und das beachtliche schauspielerische Niveau der SchülerInnen beeindruckten nicht nur die Gäste in der Aula des Mörike-Gymnasiums. Auch beim „Schultheater der Länder“, dem größten Schultheaterfestival in Europa, überzeugte der Mörike-Theaterkurs: Das Stück wurde mit einem hervorragenden zweiten Platz in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Ermöglicht hat diese Leistung die verantwortliche Kurslehrerin Maren Rukatukl, die von der Referendarin und Theaterpädagogin Nadja Knott tatkräftig unterstützt und von dem renommierten Regisseur und Theaterpädagogen Rob Doornbos künstlerisch beraten wurde.

Im Namen der Schulleitung dankte Werner Hobbing allen Beteiligten für die eindrucksvolle Vorstellung, die zeigt, zu welchen Erfolgen ein Schultheater fähig ist, das die Sehnsüchte und Ängste der SchülerInnen selbst zum Thema eines Stücks macht.

[har]

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