Mörike-Gymnasium Esslingen - Artikel nach Datum gefiltert: Juli 2017

Ein Abend voller Träume, Tanz und Musik

Unter der musikalischen Leitung von Uschi Dürr führte der Unterstufenchor ein traumhaft schönes Musical auf, Toms Traum - spannend, zauberhaft und aufgregend zugleich.

[24.7.2017] Einen wunderschönen Abend erlebte das Publikum des Musicals kurz vor Beginn der Sommerferien in der EMMA: Großer Jubel und freudig strahlende Gesichter bei den Zuschauern, bei dem Unterstufenchor, ihrer Chorleiterin Uschi Dürr und Susanne Eberspächer, die mit dem Unterstufenchor das Schauspiel einübte! Alle waren von diesem Hör - und Schauspielerlebnis beeindruckt, das durch die Technik (Herr Rebmann und Alex Halm) bestens unterstützt wurde. Die abwechslungsreiche Melodien und Lieder, die von einer  kleinen Band (Klavier: Uschi Dürr; Cajon: Luis Greschner; E - Gitarre: Erik Greschner) hervorragend begleitet wurden, trugen natürlich zum Erfolg bei.
Die Balladen "Wir heben ab" und vor allem die liebevolle Ballade "Ich träum von Dir", vorgetragen von Tom  (Pauline Schließel) und Lisa (Sonja Dunhanay),  sprechen für sich. Der Reggae Song "Wir stehen im Wald", vorgetragen von den "bösen Jungs" (Larissa Ricklefsen, Sandy Zoller, Julia Böhme) waren ebenso bezaubernd wie der Swing "Heute Nacht gibts keinen Schrecken", von "den Elfen" Tara Fink und Leni Keller professionell gespielt, getanzt und gesungen, um nur wenige Stücke  zu nennen.
Tom ist mit seinen Träumen wie ein echter Fünft - oder Sechstklässler. Er träumt jede Nacht.......
In einem großen Kessel werden Träume für Menschen gebraut, süße Träume, aber auch Alpträume. Als der Küchenchef (Hannah Mehrle) einmal Pause macht, übernimmt der Geselle Felix (Lara Müller) den Kochlöffel. Sein nächster Kunde ist Tom: Schlecht in Mathe, von den bösen Jungs verprügelt, von Liebeskummer geplagt: der ideale Kanidiat für böse Träume. Felix bekommt Mitleid und anstatt der Alptraum - Monster schickt er die lustigen Traumelfen zu Tom, der im Bett noch immer mit seinen Einhörnern kuschelt. Auch der Mathelehrer (Noemi Dürr) scheint ganz in den Zauberbann der Elfen geraten zu sein. Doch die Monster lassen sich nicht so schnell vertreiben. Auch die Schlingpflanzen versuchen alles, um Tom in den Alptraumsumpf zu ziehen, doch am Ende besiegt Tom auch dieses Hindernis.
Die jungen Sängerinnen wurden für Ihre tolle Leistung mit viel Beifall für Ihren zauberhaften Auftritt belohnt!! Im Traum ist alles möglich und lässt sich vieles schaffen. Diese Erfahrung nimmt auch ganz bestimmt der Unterstufenchor mit, der ein fröhlich mitreißendes Stück auf die Bühne brachte. Die Schülerinnen sollen bei dem Stück nicht nur ihre individuellen Talente entwickeln, sondern durch das Stück soll auch der Zusammenhalt innerhalb des Unterstufenchores gestärkt werden, das wünscht sich Chorleiterin Uschi Dürr. Wieviel Spaß und Freude alle an diesem Projekt hatten, war tatsächlich nicht zu übersehen. Alle Schauspielerinnen fühlten sich sichtlich wohl in ihren Rollen, die Tänzerinnen brachten jede Menge Bewegung in das Stück und der Chor schmetterte die vielen flotten Lieder mit ansteckender Begeisterung.
Was diese Schülerinnen an diesem Abend geleistet haben, verdient großen Respekt!
[U. Dürr]
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Französisch lernen mit dem I-Pad

[20.7.2017] Die Klassen 6bd hatten am Schuljahresende die Gelegenheit Französischunterricht einmal anders zu erleben. Die letzte Lektion des Lehrbuchs sollten sich die Schüler mit Hilfe von I-Pads selbstständig erarbeiten und den neu gelernten Wortschatz in selbst verfassten Beiträgen zu kleinen Filmen produzieren. Dazu lernten die Schüler verschiedene Apps wie tellagami und IMovie kennen. Die Stunden vergingen wie im Flug und die Motivation der Schüler war trotz nahendem Schuljahresende hoch.

[A. Rotter]

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Jugendcamp "Du hast das Wort"

[20.7.2017]  Die Mörikanerin Lisa Späth (KS 1) berichtet von einer besonderen deutsch-französischen Erfahrung im Jugendcamp "Du hast das Wort":

Durch meine Kooperationsschule, das Theodor-Heuss-Gymnasium, habe ich durch eine Broschüre von dem Jugendcamp "Du hast das Wort" oder "Tu as la parole" erfahren. Zusammen mit zwei Kooperationsschülern habe ich mich mit vielen Erwartungen angemeldet. Das Jugendcamp arbeitete eine Woche mit 30 Schülern aus Frankreich und Deutschland an der Meinungsfreiheit, welches das Thema der kommenden Frankfurter Buchmesse sein wird.

Wir wurden auf dem mediacampus in Frankfurt in 2-Bett-Zimmern untergebracht und hatten viele Freizeitmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein allumfassendes Bücherregal oder Sport, wie Tischtennis. Der Catering-Service verpflegte uns rund um die Uhr.

Das Ziel des Jugendcamps war es, zusammen mit der Gruppe einen Kurzfilm und Berichte zu verfassen, welche dann als Opening bei der Buchmesse gezeigt werden. Den Inhalt dieser Berichte und Videos haben wir unsmithilfe von Passanten der Frankfurter Innenstadt und von Straßburg durch Interviews erarbeitet, welches verschiedenste Fragen zum Thema Meinungsfreiheit beinhaltete. So wurden die Passanten zum Beispiel gefragt, was sie unter Meinungsfreiheit verstehen und wo ihrer Meinung nach die Grenzen sind.

Um dieses Ziel besonders als Gruppe meistern zu können, starteten wir in den ersten Tagen mit einem Teambuilding Workshop, bei dem wir als Gruppe zusammen knifflige Aufgaben lösen mussten. Dabei gab es wenig Problem zwischen den zwei Sprachen, da jeder mindestens ein B1-Niveau in der Fremdsprache hatte. Schnell schlossen sich Freundschaften und die Gruppe wuchs als Ganzes zusammen.

Das Jugendcamp bot jeden Abend ein Programm an, sodass wir uns von der täglichen Arbeit etwas ausruhen konnten. Es standen Filme oder Kamingespräche mit Autoren oder politisch Verfolgten auf dem Abendprogramm. Um ein breites Spektrum an Orten zu bekommen, die sich mit
Meinungsfreiheit beschäftigen, besuchten wir zusätzlich das ARTE-Studio, den Europäischen Rat und die FAZ.

Gegen Ende des Jugendcamps war es an der Zeit, die gesammelten Materialien in Worte zu fassen, beziehungsweise in einen Kurzfilm zu schneiden. Dabei halfen uns professionelle Autoren und Regisseure. Durch ein Rhetoriktraining in den Vortagen, welches uns zeigte, wie man seine Meinung standhaft und präzise ausdrückt, fiel uns die Abschlussarbeit viel leichter.

Nach einem Abschlussfest war die Woche auch schon vorbei und wir nahmen sehr viele Eindrücke und Erfahrungen mit Nachhause. Als Abschluss werden alle Teilnehmer im Oktober zur Buchmesse eingeladen.

[Lisa Späth, KS 1]

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Sommerkonzert

[17.7.2017] Wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, steht im Mörike traditionell ein musikalisches Highlight im Kalender: das Sommerkonzert, mit dem sich seit nun schon über zehn Jahren Schulklassen, Solisten und vor allen Dingen die Ensembles der Schule präsentieren. Und auch in diesem Jahr hieß die Herausforderung für die ungefähr hundert beteiligten Musikerinnen und Musiker, das Publikum, für das in der EMMA die Stühle nicht ausreichten, die tropische Hitze durch beschwingte Melodien und mitreißende Rhythmen vergessen zu lassen.

Dass das problemlos gelang, lag nicht zuletzt daran, dass das Programm in diesem Jahr abwechslungsreich wie nie war. Neben dem Orchester, seit Jahren feste Größe im Musikleben des Mörike, waren in diesem Jahr erstmals zwei Chöre mit dabei – zum Chor der großen Mörikaner aber der 8. Klasse kam neu der Unterstufenchor hinzu und beide Ensembles füllten mit ihren zahlreichen Sängerinnen und Sängern die Bühne und mit ihren Stimmen den Saal.

Für den schwungvollen Auftakt ins bunte Programm sorgten aber zunächst einmal Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 5d, die ihrem Publikum mit Improvisationen, bekannten Popsongs und Eigenkompositionen einen lebhaften Eindruck von ihrem Klassenmusizieren im Unterricht gaben. Dazu gehörten auch einige Töne auf selbstgebauten Didgeridoos, Ergebnis eines Workshops im Unterricht mit dem Künstler Olaf Gersbacher, der den Zuhörern in der EMMA schließlich auch noch einen Eindruck vom Klang echter Instrumente gab.

Gersbacher war auf Einladung von Uschi Dürr am Mörike zu Gast gewesen, deren Unterstufenchor nicht zuletzt mit einigen selbst geschriebenen Songs und zugehörigen Choreographien das Programm direkt eindrucksvoll fortsetzte, bevor Daniel Rebmann mit seinen inzwischen schon im vierten Jahr bestehenden Chor übernahm.  Kräftig im Ton und mit viel Schwung sorgte das Ensemble mit Hits wie „Viva la vida“, „Stitches“ oder Michael Jacksons Klassiker „Man in the Mirror“ vor der Pause für gute Laune und phrenetischen Applaus. Vor allen Dingen, dass der Chor mittlerweile neben der großen Zahl begeisterter Sängerinnen auch in den Männerstimmen ordentlich besetzt ist, ist für einen Schulchor nicht selbstverständlich.

Auch nach der Pause wurde gesungen – Christina Mavromati gab solistisch „Counting Stars“ zum Besten und die ganz neu gegründete, noch namenlose Schulband begleitete den Gesang ihres Frontmanns beim Song „21 Guns“ mit jenen Instrumenten, deren Anschaffung der „Verein der Freunde“ großzügig unterstützt hatte. (Nicht nur damit, sondern auch mit der Unterstützung der zum Proben so wichtigen Orchesterfahrt in die Landesakademie Ochsenhausen, haben sich die „Freunde und Ehemaligen“ auch in diesem Jahr wieder entscheidend um das Mörike-Musikleben verdient gemacht.)

Ansonsten gehörte der zweite Teil des Abends den Instrumentalisten: Zunächst Lara Pacholet, die zusammen mit ihrer Partnerin Maya Shinoda (als Gaststar vom THG) zwei Violinduette aufführte: Technisch versiert und mit schönem Klang im Zusammenspiel brachten die beiden Boccherinis Duett in G-Dur und Kalliwodas Duett in C-Dur zu Gehör. Anschließend spielte die kleine Besetzung des Orchesters in bester Salonorchester-Weise den Gloria Garner-Hit „I will survive“.

Dann wurde es voll auf der Bühne: In gediegenem Schwarz-Weiß gekleidet zog das Mörike-Orchester ein: Vierzig Musiker, gut besetzt in allen Instrumentengruppen, sorgten unter Leitung von Kerstin Brenneisen mit der bekannten Eurovisions-Hymne – eigentlich ein Präludium von Marc-Antoine Charpentier – für die Fanfare zum letzten Programmteil. Beim rhythmisch und harmonisch anspruchsvollen Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ beeindruckten die Musiker mit ihrem durchweg aufmerksamen Zusammenspiel, bevor sie mit den effektreichen „Pirates of the Carribian“ zum Abschluss noch mal alle dynamischen Register von unheilschwangerem Piano bis hin zum Donnerschlag im Tutti-Forte zogen, zu denen ein derartig stattliches Orchester – unter das sich auch in diesem Jahr wieder einige ehemalige Mörikaner gemischt hatten, die sich dieses Event nicht entgehen lassen wollten – fähig ist.

Dem Dank des Stellvertretenden Schulleiters, Werner Hobbing, an die drei beteiligten Musikkollegen, alle Unterstützer der Veranstaltung und nicht zuletzt natürlich an die große Zahl von Schülerinnen und Schülern, die den hohen Stellenwert der Musik am Mörike in diesem knapp zweieinhalbstündigen Programm eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten, schloss sich das Publikum mit einem letzten langen Applaus gerne an.

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Bundestagswahl-Kandidaten diskutieren in der EMMA

[12.7.2017] Drei Bundestagskandidaten des Wahlkreises Esslingen haben sich den Fragen der Kursstufen 1 von Mörike- und Georgii-Gymnasium gestellt. Markus Grübel (CDU), Martin Auerbach (Linke) und Stephanie Reinhold (Grüne) waren in die EMMA gekommen, Regina Rapp (SPD) musste krankheitsbedingt leider absagen. Jan Möller und Jonas Wendland, die beide den vierstündigen Gemeinschaftskundekurs von Herrn Hartlieb in KS 1 besuchen, moderierten gekonnt die 90-minütige Diskussion. Zuvor hatten sie in den Kursen Fragen gesammelt, die den Schülerinnen und Schülern besonders auf den Nägeln brennen. So ergab sich eine breite Palette kontroverser Themen: Bildung, Jugend, Populismus, Flüchtlinge, Umwelt, Drogen, bedingungsloses Grundeinkommen, Ehe für alle. Die Diskussion erreichte ein beachtliches Niveau, was zum einen am fair und sachlich geführten Schlagabtausch der Politiker lag, zum anderen an den vielen guten, von Interesse und Hintergrundwissen zeugenden Fragen der Schülerschaft. So war die Veranstaltung eine gelungene Einstimmung auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Da nur die wenigsten Schüler/innen am 24. September schon  wahlberechtigt sein werden, wird sich das Mörike-Gymnasium nach den Sommerferien an der Juniorwahl beteiligen (http://www.juniorwahl.de/bundestagswahl-2017.html).

[har]

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48°44'12.0"N 9°18'16.4"E

[11.7.2017] Genau hier - am Färbertörlesweg (48°44'12.0"N 9°18'16.4"E) - legt vom 11. bis zum 13. Juli 2017 die MS-Wissenschaft an. Eigentlich ja ein Frachtschiff für nicht-flüssige Ladung wie zum Beispiel Metallschrott. Jetzt aber umgebaut und bis unter die Ladeluke angefüllt: nicht mit S C H R O T T sondern mit W I S S E N. W I S S E N über Meere und Ozeane, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wohlüberlegte Fragen führten die Klasse 5d am Dienstag, den 11. Juli 2017 durch die interaktive Ausstellung „Meere und Ozeane“ im weitläufigen Laderaum der MS-Wissenschaft. Fragen wie …

Wie fühlen sich Seebeben an? Wie hängen Fischreichtum und Fischfang miteinander zusammen? Was passiert mit einer leeren Shampooflasche, die im Meer schwimmt? Wie viel Millionen Tonnen Müll werden weltweit täglich produziert?

… lotsten nicht nur durch die vielen Facetten der Ausstellung im Laderaum sondern auch an Deck des Frachtschiffes und in gewisser Weise auch durch den spannenden und kreativen Workshop:

[Comic-] Geschichten aus der Zukunft: Wie sieht unsere Welt in 100 Jahren aus?

Geleitet von Veronika Mischitz und Philipp Schrögel verblüffte dieser Workshop alle mit dem Experiment, dass jede der fünf Schülergruppen in kürzester Zeit eine Comic-Geschichte erfinden und zeichnen konnte. Kaum waren diese präsentiert, qualmten erneut Blei- und Buntstifte über leere Blätter. Das zu Beginn des Workshops unter Deck eingesammelte Wissen um Meere und Ozeane verflochten mit der Phantasie der 12jährigen „Mörikaner“ plus die kreativen Techniken des Workshops schufen fünf neue, unglaublich gute Comic-Geschichten.

Dass dabei die eingangs erwähnte, im Meer schwimmende, leere Shampooflasche eine Rolle spielt, die über Fisch und Mensch in Form von Mikroplastik zum festen Bestandteil unserer Nahrungskette wird, das wiederum, ist eine andere Geschichte...

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Lotus-Effekt selbstgemacht

[10.7.2017] Als Lotus-Effekt wird die geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche bezeichnet, wie sie bei der Lotospflanze beobachtet werden kann. Wasser perlt in Tropfen ab und nimmt dabei auch alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. Verantwortlich dafür ist eine komplexe mikro- und nanoskopische Architektur der Oberfläche, die die Haftung von Schmutzpartikeln minimiert.

Diesen Effekt wollten wir im Bionik-Modul des NWT-Kurses der Klasse 8D bei Frau Koch nachstellen. Dafür berußten wir einen Objektträger und ließen mit einer Pipette Wassertropfen darüber rollen. Dabei konnten wir beobachten, dass der Lotus-Effekt auftritt. Jedoch löst sich der Ruß sehr leicht vom Objektträger. Des Weiteren testeten wir zwei "Haushaltstipps" (Klarspüler bzw. Kartoffel auf einem Objektträger), welche jedoch keinen deutlichen Lotus-Effekt zeigten. Es perlte  mehr Wasser ab als ohne Beschichtung, jedoch nicht so viel wie bei dem ersten Versuch (berußter Objektträger).

[Laurin Layh, 8d]

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EZ-Lauf 2017

[9.7.2017] Knapp 90 Schülerinnen und Schüler des Mörike nahmen in diesem Jahr an den verschiedenen Läufen des EZ-Laufes teil. Ausgestattet mit den Shirts der "Flammenden Herzen" und dem Mörike-Tattoo auf Stirn, Arm oder Bein waren alle mit Begeisterung am Start und am Ende erschöpft und mit besten persönlichen Leistungen im Ziel.

Herzlichen Glückwunsch an alle Finisher! Auf der Hocketse wird es ca. um 19 Uhr eine Siegerehrung geben, bei der wir die besten Mörike-LäuferInnen ehren wollen.

[S. Kammermeyer]        

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Menschenrechtspreisträgerin am Mörike

[5.7.2017] Sklaverei? Ist doch längst abgeschafft! – Dass dem nicht so ist, zeigt die Verleihung des Theodor-Haecker-Preises 2017 der Stadt Esslingen an Urmila Chaudhary aus Nepal. Die Menschrechtsaktivistin kämpft für die Befreiung, für die Rechte und für die Bildung von versklavten Mädchen in Nepal. Als Aktivistin der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ (FKDF) ist Urmila Chaudhary zu einer Hoffnungsträgerin der Kamalari genannten Kindersklavinnen geworden. Gemeinsam mit ihren MitstreiterInnen befreit sie unter persönlichem Risiko Kamalari, gibt ihnen die Chance auf eine Schul- und Ausbildung und eröffnet ihnen damit die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Drei Tage nach der feierlichen Preisverleihung im Neckar-Forum, nahm sich Urmila Chaudhary Zeit für ein Gespräch mit den 10. Klassen des Mörike-Gymnasiums. Vorbereitet durch den englischsprachigen Dokumentarfilm „Urmila für die Freiheit“ über ihr Leben und ihre Arbeit, den die Klassen zuvor im Englischunterricht gesehen hatten, stellten die SchülerInnen der Preisträgerin viele Fragen zu ihrer politischen Arbeit, vor allem aber zu ihrem Leben als Kindersklavin. Denn Urmila kennt das Leid der Kamalari aus eigener Erfahrung: Vor ihrer Befreiung wurde sie zwölf Jahre lang als Haushaltssklavin in reichen Haushalten ausgebeutet, zuletzt im Haushalt einer einflussreichen Politikerin. Es entspann sich ein überraschend persönliches Gespräch mit der Preisträgerin, bei dem die SchülerInnen ein Gespür für die besondere Relevanz gesellschaftlichen Engagements in einem Land wie Nepal gewannen. Zwar ist die Sklaverei dort gesetzlich tatsächlich abgeschafft, aus der gesellschaftlichen Praxis aber längst nicht verschwunden. Diese Praxis zu ändern, hat sich Urmila Chaudhary zur Lebensaufgabe gemacht – ein Engagement, das für beispielhaften politischen Mut steht und die SchülerInnen sichtlich beeindruckt hat.

[har]

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