Lateinklasse auf den Spuren der Römer in Grinario (Köngen)

[11.6.2019] Wir, die Lateinschüler und -schülerinnen der 6b und 6d, haben zusammen mit unserer Lateinlehrerin Frau Pandtle und Frau Sommer, das Römermuseum in Grinario (Köngen) besucht. Nach einer kurzen Fahrt mit der S-Bahn, traten wir unseren ungefähr 20 Minuten langen Fußmarsch an. Als wir das Gelände erreicht hatten, begrüßte uns sogleich unser Museumsführer Joachim Voll. Nachdem wir unsere Rucksäcke und Taschen auf einer kleinen Mauer abgelegt hatten, führte er uns zu einem 3D-Model der Anlage in der Römerzeit. Herr Voll erklärte uns die Namen der verschiedenen Gebäude, die wir erkennen konnten. Danach ging es weiter zu einem Turm aus Stein. Die Gruppe wurde aufgeteilt. Während die einen eine Nachbildung einer Jupitergigantensäule mit vielen Mustern betrachteten, durften die anderen einen Wachturm von innen sehen. In dem Turm waren verschiedene Teile, zum Beispiel Werkzeuge, die zur Erbauung der Anlage dienten, Geschirr und Schuhwerk ausgestellt. Danach wurde getauscht. Draußen versuchten wir anschließend aufgeregt, die lateinische Inschrift, die auf dem Turm stand, zu entschlüsseln. Auf der Säule waren dann, wie in einem Comic, verschiedene Bilder mit Menschen zu sehen, die eine Geschichte darstellten. Dann liefen wir zu einem zylinderförmigen Stein, der früher, wie ein Meilenstein, die Länge zur nächsten Stadt angezeigt hatte. Ganz in der Nähe gab es außerdem eine Infotafel über die Thermen, also römische Badeanalgen, die wir schon im Unterricht behandelt hatten. Darauf war die Hypokaustenheizung zu erkennen. Unsere Führung setze sich anschließend im Inneren des Museumsgebäudes fort. Wir lernten, wo die Nahrung und die Materialien für den Unterhalt des Römischen Reiches hergekommen waren und wo sich der Limes an den Grenzen geschlängelt hatte. Hinter einer Absperrung konnten wir eine Grundmauer eines Turms sehen, der früher einmal als Wachturm auf dem Gelände gestanden hatte. In einer am Boden liegenden Vitrine sahen wir außerdem ein Menschenskelett. Als wir hörten, dass es einmal ein Krieger gewesen war, der sich auf der Flucht vor dem Feind wegen einer Krankheit auf der latrina (Toilette) versteckt hatte, fanden wir das ein bisschen eklig. Herr Voll zeigte uns auch ein Modell eines Toilettenschwamms, den die Toilettenbesucher sich damals geteilt hatten, was wir schon im Lateinunterricht behandelt hatten und auch ein bisschen eklig fanden. In einer weiteren Vitrine lag Tongeschirr. Zum Schluss der Führung durfte sich ein Mädchen auf einen Stuhl setzen, auf dem die Frauen beim Essen saßen, während die Männer lagen. Schließlich sahen wir uns eine Nachbildung des Lagers in Grinario aus Legosteinen ansehen. Das Amphitheater und die Krokodile im Wasser waren natürlich „moderne“ Zugaben. Nach einer kleinen Vesperpause war dann Kreativsein angesagt, denn es wurde gehämmert und geprägt. Mit Metallstäbchen, die verschiedene Muster an der Unterseite hatten, prägten wir die verrücktesten und schönsten Muster in die Schlüsselanhänger aus Leder, die Herr Voll uns zur Verfügung gestellt hatte und die wir als Andenken mit nach Hause nehmen durften. Trotz des Nieselregens hatten wir einen schönen und aufregenden Tag!

[Emma, 6b]

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