Theater im Klassenzimmer

Am 11. Januar gingen das Mörike-Gymnasium und die Württembergische Landesbühne (WLB) eine Kulturpartnerschaft ein.

Die Partnerschaft garantiert nicht nur, dass alle Klassen einmal im Jahr ein Stück an der WLB sehen. Begleitet wird das Programm auch von Workshops im Klassenzimmer.

Wie das abläuft, kann die 7a am Montagvormittag erleben. WLB-Theaterpädagogin Barbara Brandhuber hat die Schüler in der Vorwoche mit der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges spielenden Komödie „Cyrano“ von Edmond Rostand vertraut gemacht und sie über die Berufe und Gewerke am Theater informiert. Heute sollen die Schüler in Gruppen Inszenierungsideen aus den verschiedenen Perspektiven entwickeln.

Zum Beispiel als Maskenbildner: „Wir haben recherchiert, wie die Menschen im 17. Jahrhundert aussahen, und sind zufrieden, wie wir Fabian geschminkt haben“, sagt Alema, die den Mitschüler der weiblichen Hauptrolle Roxane optisch nähergebracht hat. Oder als Bühnenbildner: „Wir haben Hintergründe für Tag und Nacht entworfen und ein Modell gebastelt, das wir nachher auf der Bühne nachgebaut haben. Das hat richtig Spaß gemacht“, freut sich Jan über die Abwechslung vom Schulalltag.

„Man sieht, wie so ein Stück auf der Bühne umgesetzt werden kann. So versteht man es besser“, meint Simon, der die anderen Gruppen als Dramaturg über die historischen Hintergründe des Stücks informiert hat. Darin sieht auch Barbara Brandhuber den größten Gewinn des Workshops: „Durch die intensive Auseinandersetzung bekommen die Schüler eine Ahnung von der Komplexität einer Theateraufführung – sie werden das Stück im Theater mit ganz anderen Augen sehen.“

Wie nahe die Inszenierung der Profis ihren eigenen Ideen kommt, können die Schüler der 7a in der Folgewoche überprüfen, denn dann werden sie die Komödie im Theater erleben.

[har]

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