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Erfolg im Zeichen der Eule

cum animo et spe - Emblem und Leitspruch der Stiftung "Humanismus heute" des Landes Baden-Württemberg

 

[9.3.2018] Unsere Schülerin Celina Klein aus der Kursstufe 1 hat in der ersten Runde des 37. Landeswettbewerbs „Alte Sprachen“ die erste Preiskategorie erreicht. Zusammen mit den anderen 22 Gewinner/innen eines Ersten Preises durfte sie auf Einladung des baden-württembergischen Kultusministeriums vom 5. bis 9. März an einer interdisziplinären Akademiewoche in Neresheim teilnehmen. Celina besucht das vierstündige Kernfach Latein im Kooperationskurs von Herrn Lorenz am Georgii-Gymnasium.

Herr Hartlieb gratulierte Celina zu ihrem Erfolg und befragte sie zu ihrer Motivation.

Celina, was hat dich in der 6. Klasse bewogen, Latein als zweite Fremdsprache zu wählen?

Herr Hauns hat uns mit einem Rätsel für die lateinische Sprache begeistert, außerdem fand ich die Kultur des Römischen Reiches schon immer faszinierend.

Hat dich das auch dazu gebracht, Latein als Kernfach in der Kursstufe zu belegen?

Ja, mein Interesse an der antiken Geschichte und Philosophie ist geblieben. Und Latein steckt in allen modernen Sprachen. Eine Rolle spielte auch, dass ich in Latein immer gute Leistungen ohne große Anstrengung erzielen konnte, da erschien mir der Kurs kein Risiko zu sein.

Warum hast du am Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ teilgenommen?

Ich habe in Latein ohnehin eine Hausarbeit als GFS geschrieben zu einem Thema des Landeswettbewerbs, die habe ich dann eher zum Spaß als Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

Im Wettbewerb standen ja fünf Themen zur Auswahl. Für welches Thema hast du dich denn entschieden und warum?

Für das Thema „Gefährder und Gefährdete. Cicero und Seneca über Gefahren, die von Menschen ausgehen“. Der Vergleich zweier Texte und die philosophische Fragestellung haben mich angesprochen. Und das Thema scheint mir hochaktuell.

Warst du überrascht, als dir die Stiftung „Humanismus heute“ die Nachricht überbrachte, dass du zu den Preisträger/innen gehörst?

Eigentlich schon, ich hatte da nicht wirklich darauf hingearbeitet.

Du kommst gerade von der Akademie-Woche in Neresheim zurück – was war das für eine Veranstaltung?

Das war eine der besten Wochen, die ich bisher erlebt habe. Bei der Hinfahrt war ich noch skeptisch. Würde ich da auf lauter komische, verklemmte Leute treffen? Würden die Inhalte nicht doch sehr trocken sein? Das Gegenteil war der Fall. Ich habe sehr schlaue und interessante Menschen kennengelernt. Wir haben viele spannende Fragen zum Thema ‚Verwandlung‘ diskutiert und auch neuere philosophische Texte gelesen, z. B. von Lessing, Hegel, Nietzsche und Simmel. Insgesamt 130 Seiten, da war man schon gefordert. Aber das Gute war, dass alle auf einem ähnlichen Leistungsniveau waren, da hat man vom gemeinsamen Austausch richtig profitiert. Ich habe in der Woche auch das griechische Alphabet gelernt – vielleicht frage ich ja Herrn Hauns, ob er mich noch in seine Griechisch-AG aufnimmt…

Wirst du auch an der zweiten Runde des Wettbewerbs teilnehmen?

Ja, das habe ich vor.

Welche Leistung muss in der zweiten Runde erbracht werden?

Diesmal ist es eine viereinhalbstündige Klausur, die am 11. April an der Schule geschrieben wird.

Zu welchem Thema?

Die Arbeit besteht aus einer vergleichenden Interpretation eines griechischen oder lateinischen Originaltextes und eines thematisch jeweils vergleichbaren Paralleltextes mit deutscher Übersetzung. Ein Teil des Originaltextes muss auch übersetzt werden.

Wie bereitest du dich auf diese Prüfung vor?

Ich werde wohl nochmal die rhetorischen Stilmittel wiederholen.

Es gibt noch eine dritte Runde im Wettbewerb – worum geht es da?

Da muss man eine Rede vor einer Jury halten, über ein selbstgewähltes Thema aus den alten Sprachen. Aber ich glaube kaum, dass ich so weit komme.

Warum lohnt es sich aus deiner Sicht heute noch, die alten Sprachen zu lernen?

Ich kann da nur für mich sprechen. Ich mag einfach den alten Geist, der da bewahrt wird, das positive Menschenbild. Man lernt dabei viel für das Leben und die eigene Lebensführung.

Überlegst du dir, später etwas in diese Richtung zu studieren?

Wahrscheinlich schon. Philosophie und Kunstgeschichte kann ich mir gut vorstellen.

Vielen Dank für das Gespräch, Celina, und weiterhin viel Erfolg beim Wettbewerb!

https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/taetigkeiten/las

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