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Jugendcamp "Du hast das Wort"

[20.7.2017]  Die Mörikanerin Lisa Späth (KS 1) berichtet von einer besonderen deutsch-französischen Erfahrung im Jugendcamp "Du hast das Wort":

Durch meine Kooperationsschule, das Theodor-Heuss-Gymnasium, habe ich durch eine Broschüre von dem Jugendcamp "Du hast das Wort" oder "Tu as la parole" erfahren. Zusammen mit zwei Kooperationsschülern habe ich mich mit vielen Erwartungen angemeldet. Das Jugendcamp arbeitete eine Woche mit 30 Schülern aus Frankreich und Deutschland an der Meinungsfreiheit, welches das Thema der kommenden Frankfurter Buchmesse sein wird.

Wir wurden auf dem mediacampus in Frankfurt in 2-Bett-Zimmern untergebracht und hatten viele Freizeitmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein allumfassendes Bücherregal oder Sport, wie Tischtennis. Der Catering-Service verpflegte uns rund um die Uhr.

Das Ziel des Jugendcamps war es, zusammen mit der Gruppe einen Kurzfilm und Berichte zu verfassen, welche dann als Opening bei der Buchmesse gezeigt werden. Den Inhalt dieser Berichte und Videos haben wir unsmithilfe von Passanten der Frankfurter Innenstadt und von Straßburg durch Interviews erarbeitet, welches verschiedenste Fragen zum Thema Meinungsfreiheit beinhaltete. So wurden die Passanten zum Beispiel gefragt, was sie unter Meinungsfreiheit verstehen und wo ihrer Meinung nach die Grenzen sind.

Um dieses Ziel besonders als Gruppe meistern zu können, starteten wir in den ersten Tagen mit einem Teambuilding Workshop, bei dem wir als Gruppe zusammen knifflige Aufgaben lösen mussten. Dabei gab es wenig Problem zwischen den zwei Sprachen, da jeder mindestens ein B1-Niveau in der Fremdsprache hatte. Schnell schlossen sich Freundschaften und die Gruppe wuchs als Ganzes zusammen.

Das Jugendcamp bot jeden Abend ein Programm an, sodass wir uns von der täglichen Arbeit etwas ausruhen konnten. Es standen Filme oder Kamingespräche mit Autoren oder politisch Verfolgten auf dem Abendprogramm. Um ein breites Spektrum an Orten zu bekommen, die sich mit
Meinungsfreiheit beschäftigen, besuchten wir zusätzlich das ARTE-Studio, den Europäischen Rat und die FAZ.

Gegen Ende des Jugendcamps war es an der Zeit, die gesammelten Materialien in Worte zu fassen, beziehungsweise in einen Kurzfilm zu schneiden. Dabei halfen uns professionelle Autoren und Regisseure. Durch ein Rhetoriktraining in den Vortagen, welches uns zeigte, wie man seine Meinung standhaft und präzise ausdrückt, fiel uns die Abschlussarbeit viel leichter.

Nach einem Abschlussfest war die Woche auch schon vorbei und wir nahmen sehr viele Eindrücke und Erfahrungen mit Nachhause. Als Abschluss werden alle Teilnehmer im Oktober zur Buchmesse eingeladen.

[Lisa Späth, KS 1]