Sommerkonzert

[17.7.2017] Wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, steht im Mörike traditionell ein musikalisches Highlight im Kalender: das Sommerkonzert, mit dem sich seit nun schon über zehn Jahren Schulklassen, Solisten und vor allen Dingen die Ensembles der Schule präsentieren. Und auch in diesem Jahr hieß die Herausforderung für die ungefähr hundert beteiligten Musikerinnen und Musiker, das Publikum, für das in der EMMA die Stühle nicht ausreichten, die tropische Hitze durch beschwingte Melodien und mitreißende Rhythmen vergessen zu lassen.

Dass das problemlos gelang, lag nicht zuletzt daran, dass das Programm in diesem Jahr abwechslungsreich wie nie war. Neben dem Orchester, seit Jahren feste Größe im Musikleben des Mörike, waren in diesem Jahr erstmals zwei Chöre mit dabei – zum Chor der großen Mörikaner aber der 8. Klasse kam neu der Unterstufenchor hinzu und beide Ensembles füllten mit ihren zahlreichen Sängerinnen und Sängern die Bühne und mit ihren Stimmen den Saal.

Für den schwungvollen Auftakt ins bunte Programm sorgten aber zunächst einmal Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 5d, die ihrem Publikum mit Improvisationen, bekannten Popsongs und Eigenkompositionen einen lebhaften Eindruck von ihrem Klassenmusizieren im Unterricht gaben. Dazu gehörten auch einige Töne auf selbstgebauten Didgeridoos, Ergebnis eines Workshops im Unterricht mit dem Künstler Olaf Gersbacher, der den Zuhörern in der EMMA schließlich auch noch einen Eindruck vom Klang echter Instrumente gab.

Gersbacher war auf Einladung von Uschi Dürr am Mörike zu Gast gewesen, deren Unterstufenchor nicht zuletzt mit einigen selbst geschriebenen Songs und zugehörigen Choreographien das Programm direkt eindrucksvoll fortsetzte, bevor Daniel Rebmann mit seinen inzwischen schon im vierten Jahr bestehenden Chor übernahm.  Kräftig im Ton und mit viel Schwung sorgte das Ensemble mit Hits wie „Viva la vida“, „Stitches“ oder Michael Jacksons Klassiker „Man in the Mirror“ vor der Pause für gute Laune und phrenetischen Applaus. Vor allen Dingen, dass der Chor mittlerweile neben der großen Zahl begeisterter Sängerinnen auch in den Männerstimmen ordentlich besetzt ist, ist für einen Schulchor nicht selbstverständlich.

Auch nach der Pause wurde gesungen – Christina Mavromati gab solistisch „Counting Stars“ zum Besten und die ganz neu gegründete, noch namenlose Schulband begleitete den Gesang ihres Frontmanns beim Song „21 Guns“ mit jenen Instrumenten, deren Anschaffung der „Verein der Freunde“ großzügig unterstützt hatte. (Nicht nur damit, sondern auch mit der Unterstützung der zum Proben so wichtigen Orchesterfahrt in die Landesakademie Ochsenhausen, haben sich die „Freunde und Ehemaligen“ auch in diesem Jahr wieder entscheidend um das Mörike-Musikleben verdient gemacht.)

Ansonsten gehörte der zweite Teil des Abends den Instrumentalisten: Zunächst Lara Pacholet, die zusammen mit ihrer Partnerin Maya Shinoda (als Gaststar vom THG) zwei Violinduette aufführte: Technisch versiert und mit schönem Klang im Zusammenspiel brachten die beiden Boccherinis Duett in G-Dur und Kalliwodas Duett in C-Dur zu Gehör. Anschließend spielte die kleine Besetzung des Orchesters in bester Salonorchester-Weise den Gloria Garner-Hit „I will survive“.

Dann wurde es voll auf der Bühne: In gediegenem Schwarz-Weiß gekleidet zog das Mörike-Orchester ein: Vierzig Musiker, gut besetzt in allen Instrumentengruppen, sorgten unter Leitung von Kerstin Brenneisen mit der bekannten Eurovisions-Hymne – eigentlich ein Präludium von Marc-Antoine Charpentier – für die Fanfare zum letzten Programmteil. Beim rhythmisch und harmonisch anspruchsvollen Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ beeindruckten die Musiker mit ihrem durchweg aufmerksamen Zusammenspiel, bevor sie mit den effektreichen „Pirates of the Carribian“ zum Abschluss noch mal alle dynamischen Register von unheilschwangerem Piano bis hin zum Donnerschlag im Tutti-Forte zogen, zu denen ein derartig stattliches Orchester – unter das sich auch in diesem Jahr wieder einige ehemalige Mörikaner gemischt hatten, die sich dieses Event nicht entgehen lassen wollten – fähig ist.

Dem Dank des Stellvertretenden Schulleiters, Werner Hobbing, an die drei beteiligten Musikkollegen, alle Unterstützer der Veranstaltung und nicht zuletzt natürlich an die große Zahl von Schülerinnen und Schülern, die den hohen Stellenwert der Musik am Mörike in diesem knapp zweieinhalbstündigen Programm eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten, schloss sich das Publikum mit einem letzten langen Applaus gerne an.